Sexuelle Belästigung

Nein heißt Nein

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat entschieden, das Thema „sexuelle Belästigung an der FAU“ stärker zu fokussieren. Ziel ist eine klare Positionierung zu dieser Thematik und ein aktiver Umgang mit daraus resultierenden Konfliktsituationen. Dazu wurden am 23.09.2014 durch die Universitätsleitung die „Richtlinien zum Umgang mit sexueller Belästigung an der FAU“ beschlossen.

Was ist sexuelle Belästigung?

Sexuelle Belästigung beginnt dort, wo signalisierte Grenzen überschritten werden. Jedes Verhalten, welches sexuell belegt ist und von der Betroffenen nicht gewünscht ist und als erniedrigend und beleidigend empfunden wird ist sexuelle Belästigung. Sexuelle Belästigung hat viele Gesichter. Hier einige Beispiele:

  • Bemerkungen über das Aussehen und / oder taxierende Blicke
  • Bemerkungen über sexuelle Vorlieben
  • Erzählen von anzüglichen Witzen
  • Zeigen oder Senden von pornographischen Inhalten und Darstellungen
  • Unerwünschte Berührungen
  • Annäherungsversuche
  • Stalking
  • sexuelle Nötigung
  • Vergewaltigung

Nicht jede anzügliche Bemerkung ist mit sexueller Belästigung gleichzusetzen aber einseitiges Verhalten, das von den Betroffenen als entwürdigend oder herabsetzend erlebt wird, unterscheidet sich grundlegend von einem Flirt oder einem Kompliment.

Da sexuelle Belästigung weniger eine Frage der Sexualität als der Macht ist, bilden hier auch Universitäten keine Ausnahme, denn häufig werden bereits bestehende Abhängigkeitsverhältnisse ausgenutzt. Diese Erfahrung machen Betroffene im Hochschulbereich besonders dann, wenn sie Grenzverletzungen offen ansprechen oder sich Annäherungsversuchen widersetzen. Bisweilen werden Belohnungen bei sexuellem Entgegenkommen versprochen oder negative Auswirkungen im Falle einer Verweigerung angedroht, beispielsweise Nachteile bei Prüfungen und Benotung, berufliche Nachteile bei Stellenbesetzungen oder Beförderungen.

Sollten Sie selbst von sexueller Belästigung betroffen sein empfehlen wir Ihnen unseren Leitfaden, dort finden Sie auch Ansprechpartnerinnen, die Ihnen weiterhelfen können.

Das Büro für Gender & Diversity hat eine Internetschulung zum Thema entwickelt. Sie enthält rechtliche Regelungen, zeigt Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten auf und weist auf Ratgeber und Handlungshilfen hin.